Realitätsprüfung

Realitätsprüfung

✓ Erschrocken sein

Wir haben festgestellt es ist.
Um festzustellen was zu tun möglich wäre müssen wir genau hinschauen, eine erste Struktur
und ein wenig Ruhe in UNSER inneres Geschehen bringen.

Abgesehen von Traurigkeit und Sehnsucht fühlen wir auch noch Sorge.
Wir vermuten eventuell ein Gegenüber, das schwach und angeschlagen ist. Und wir fühlen
uns dafür schuldig.
Möglicherweise jedoch ist genau das Gegenteil der Fall – damit jedoch können wir ebenso
schlecht umgehen.
Es ist die starke Ambivalenz, die unsere Situation so unübersichtlich werden lässt, uns ein
Gefühl der Ohnmacht bringt.
Es ist hilfreich sich mit den Tatsachen genauer auseinanderzusetzen. Der Kontaktabbruch hat
viele Gesichter.

Es ist Zeit die eigene Wahrnehmung zu überprüfen.
Nimm ein Blatt Papier und schreibe auf:

Wir nehmen uns eine Rosa – Stift und streichen an, was gut ist.
Wir lenken den Blick auf das, was wir haben.
Das mag wenig sein auf den ersten Blick.
Doch gibt es Kleinigkeiten, an denen wir unsere Seele aufrichten können. Sie sind der Anker,
der es uns ermöglicht unseren ganzen Mut zusammenzunehmen und einfach fürs erste
auszuhalten.
Wofür? Für all die anderen, die an unserer Seite sind. Geschwister, eigene Eltern werden von
uns oft einfach plötzlich links liegen gelassen.

Der Kontaktabbrecher zieht durch seine Abwesenheit die ganze Aufmerksamkeit auf sich.
VON WEGEN KONTAKABBRUCH KÖNNTE MAN SAGEN!


„Man kann nicht nicht kommunizieren“ (Paul Watzlawick)

Indem jemand den Kontakt abbricht, sagt er mehr, als mit Worten möglich wäre.
Wagen wir darüber nachzudenken, was damit gesagt werden möchte.

Denn
unsere eigene Wahrnehmung,
unsere Bedürfnisse,
unsere Erfahrungen,
unsere Werte und Glaubenssätze,
unsere Erwartungen
bestimmen was wir hören.
Tatsächlich könnte es sogar sein, dass der Kontaktabbruch mit uns ganz persönlich viel
weniger zu tun hat, als wir annehmen.
Tatsächlich aber tendieren wir dazu es höchst persönlich zu nehmen.

Kommunikation funktioniert auf verbaler (Sprache) und non – verbaler Ebene (Mimik, Gestik,
Auftreten, Verhalten)
In unserem Fall findet verbale Kommunikation nicht statt, lediglich durch ein Verhalten will
etwas ausgedrückt werden.
Das zwingt uns in die Situation zu interpretieren – das wiederum können wir nur unter
Miteinbeziehung unseres Selbst (unsere Wahrnehmung, unsere Bedürfnisse, unsere
Erfahrungen, unsere Werte und Glaubenssätze, unsere Erwartungen)
Man könnte sagen das ist ein Dilemma – denn die Frage nach dem Warum lässt sich auf
kommunikativer Ebene nicht klären.
Wir sind auf uns selbst zurückgeworfen.
Und hier, erst hier, haben wir die Möglichkeit zu handeln. Ein langer, anstrengender, aber
auch aufregender, ein mit viel Neugier zu begehender Weg tut sich vor uns auf.

Diese Kombination wird Veränderung bewirken. Wir brauchen den Mut diese Veränderung 
anzunehmen, auch wenn wir nicht wissen, wie sie aussehen wird.

 Familie:
 Was bedeutet das für mich?
 Wie fühle ich selbst mich in meiner Familie?
 Als Kind | Erwachsener | in meiner Rolle
 Gab es in meiner Familie ähnliches Verhalten?
 Wer hatte welche Rolle in meiner Familie?
 Was für Zuschreibungen gab es zu den jeweiligen 
 Familienmitgliedern?
 Rebell | Querkopf | Schüchterner | Träumer