es war einmal

Es war einmal eine recht junge Frau mit Familie, Ehemann und vier Kindern und einem recht kleinen Geschäft auf einem Bauernmarkt in Graz.
Es war wohl eher ein Restaurant, als einfach ein Geschäft, denn täglich wurde hier frisch gekocht, was die Bauern vom Feld direkt auf den Markt brachten. Gastronomie in ihrer Schönsten Form! Die Jahreszeiten konnten unmittelbar erlebt werden, denn die Küche war zur Marktseite hin geöffnet, regional und saisonal waren Begriffe, die, als sie plötzlich in aller Munde waren, die junge Frau ein mildes Lächeln kosteten. Denn sie kannte nichts anderes, es war ihr reine Selbstverständlichkeit im Rhythmus der Jahreszeiten und zu kochen, und ein Supermarkt war nun wirklich nicht notwendig. Denn täglich kamen die Bauern und boten ihre erntefrische Ware feil. Das Kochen als Autodidaktin ist ihr hier Lebenseinstellung geworden, horchend auf ihre Intuition und inspiriert durch die Fülle, die ihr an diesem Platz geboten wurde.

Viel gab es hier zu lernen! Kreativität, Ausdruck, Kochtechniken, Logistik, Stressmanagement auf der praktischen Ebene. Learning by doing war ihr Motto.

Selbstwert, Selbstwirksamkeit, Persönlichkeitsentwicklung, soziale Kompetenz auf der Persönlichkeitsebene. Eine enthusiastischer Wirtin erfährt mehr über und von den Menschen als so mancher Therapeut. Den Umgang mit diesen Information ermöglichte ihr Erfahrung und Empathie, aus dem Bauch heraus, reine Intuition. Das gelingt, wenn man Menschen liebt.

Weil das Leben Veränderung bedeutet ist nicht alles so geblieben. Stolpersteine gab es zu überwinden auf dem eingeschlagenen Weg. Doch weil Krise auch Chance bedeuten kann haben sich neue Möglichkeiten ergeben. Die erworbene soziale Kompetenz hat verschiedene Namen bekommen, die Liebe zum Menschen hat ihr ein neues Betätigungsfeld eröffnet.

Nun lässt sich alles verbinden.