es war einmal

Es war einmal eine recht junge Frau, ich, mit Familie, vier Kindern und einem recht kleinen Geschäft auf einem Bauernmarkt in Graz.

Es war wohl eher ein Restaurant, als einfach ein Geschäft, denn täglich wurde hier frisch gekocht, was die Bauern vom Feld direkt auf den Markt brachten. Gastronomie in ihrer Schönsten Form! Die Jahreszeiten konnten unmittelbar erlebt werden, denn die Küche war zur Marktseite hin geöffnet, regional und saisonal waren Begriffe, die, als sie plötzlich in aller Munde waren, die junge Frau ein mildes Lächeln kosteten. Denn sie kannte nichts anderes, es war ihr reine Selbstverständlichkeit im Rhythmus der Jahreszeiten und zu kochen, und ein Supermarkt war nicht notwendig. Denn täglich kamen die Bauern und boten ihre erntefrische Ware feil. Das Kochen als Autodidaktin ist mir hier Lebenseinstellung geworden, horchend auf meinen Intuition und inspiriert durch die Fülle, die mir an diesem Platz geboten wurde.

Viel gab es hier zu lernen! Kreativität, Ausdruck, Kochtechniken, Logistik und Stressmanagement auf der praktischen Ebene – Selbstwert, Selbstwirksamkeit, Persönlichkeitsentwicklung, soziale Kompetenz auf der Persönlichkeitsebene.

Eine enthusiastischer Wirtin erfährt mehr über und von den Menschen als so mancher Therapeut. Erfahrung und Empathie, aus dem Bauch heraus reine Intuition ermöglichte mir den Umgang mit diesen Informationen . Das gelingt, wenn man Menschen mag. Learning by doing war und ist mein Motto.

Weil das Leben Veränderung bedeutet ist nicht alles so geblieben. Stolpersteine gab es zu überwinden auf dem eingeschlagenen Weg. Doch weil Krise auch Chance bedeuten kann haben sich neue Möglichkeiten ergeben. Die über 22 Jahre erworbene soziale Kompetenz hat Schliff bekommen durch meine Ausbildung zur Lebens – und Sozialberaterin, das Interesse am Menschen hat mir ein neues Betätigungsfeld eröffnet.

Nun lässt sich alles verbinden, nennt sich Die Suppe aus Steinen und Das Haus von morgen.