Buchweizen mit allen Sinnen

Buchweizen, denke ich

mit allen Sinnen


Wenn ich an Buchweizen denke,
dann fällt mir ein, was alle hören wollen.

Superfood !

Pseudogetreide, eine glutenfreie Alternative zu herkömmlichen Getreidesorten, hilft gegen Bluthochdruck, macht schöne Haut, ist Antioxidans, enthält essentielle Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe, wirkt antibiotisch, harntreibend, schlaffördernd.

Wenn ich an Buchweizen denke vergesse ich all das ganz schnell wieder.
Und ich spüre.

Bilder und Erinnerungen steigen in mir auf und machen mich fröhlich.

Ich sehe ein kleines Mädchen im Naturkostladen um die Ecke.

Ich sehe Jutesäcke Kindshoch voll mit Hülsenfrüchten und Getreidesamen aller Arten, Formen, Farben.

Ich sehe meine Arme sich versenken im Sack voll Buchweizensamen, bis zu den Ellbogen.

Ich bekomme ein Papiersäcken voll geschenkt, ich raschel nach Hause, dort darf ich glückliches Kind mit dem Essen weiterspielen.

Eine Teil davon wird jedoch zubereitet, die Oma röstet und kocht die Samen, nussiger Duft steigt in meine Nase, ich werde Buchweizen -Fan.

Erst Jahre später, selbst schon Köchin, mache ich Bekanntschaft mit Heidensterz und Schwammerlsuppe, das bezaubernde Nahrungsmittel Buchweizen wird unabkömmlich in meiner Küche.

Beige – braune formschöne Getreidesamen, nussiger Geruch und zart süßlicher Geschmack lassen mich fröhlich den jungen Herbst erwarten, mit seinen langen Sonnenstrahlen, dem zarten Nebel über den feuchten Wiesen und dem goldenen Licht, das durch die schon leicht verfärbten Blätter fällt.

Ich habe noch getrockneten wilden Thymian zu Hause, gesammelt im Urlaub im Süden, er regt an und wärmt, und auch ein Glas eingemachte Paradeis, Erinnerungen an den Sommer.

Buchweizen Ravioli mit Brotfülle und Rosinen,

in einer wärmenden Paradeissauce mit herbem Thymian.

süss. nussig. herb. erhebend. beruhigend. stärkend